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Seminar - Ordnungen der Liebe 18. Dezember- Opfer-Täter -Beziehung |
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Ordnung der Opfer-Täter-Beziehung
Schuld und Ausgleich
Sonntag 18. Dezember, 10.00h -18.00h
Man möchte glauben und ist damit dem persönlichen Gewissen verpflichtet, dass die Opfer die Guten, die Täter die Bösen sind. Dieser Glaube bezieht seine Rechtfertigung allerdings nur von der Ebene des persönlichen Gewissens her.
Das persönliche Gewissen verurteilt und grenzt Täter aus, denn Täter-Sein ist Böse-Sein. Das persönliche Gewissen sucht immer die Unschuld, das Gut-Sein. Dabei ist das Richtig-Falsch-System der jeweiligen Familien-Ethik maßgeblich und dessen Anerkennung sichert die Zugehörigkeit zur Familie. „Du bist böse“ entspricht der Ebene des persönlichen Gewissens und führt zur Ausgrenzung derjenigen, die man für böse hält. Das Recht auf Zugehörigkeit wird dann abgesprochen, welches jedoch das kollektive Gewissen „bestraft“: Nachkommen sind mit der ausgegrenzten Ladung, mit diesem Schicksal identifiziert und werden womöglich „böse“ und zu Tätern im Sinne des persönlichen Gewissens.
Das persönliche Gewissen führt auch dazu, dass ein Täter seine Schuld nicht spürt, dass er sich nicht im Unrecht fühlt (z.B. Nationalsozialisten). Das Ausgrenzen der Schuld wird mit der gleichen Systematik der Ordnungen der Liebe beantwortet. Dann trägt ein Nachkomme die Schuld und will sie sühnen durch ein Opfer (Krankheit, Tod, Unglück).
Das Familienstellen zeigt, dass die Grenzen zwischen gut und böse verschwimmen, dass Täter Opfer von Verstrickungen sind und zum Täter auch jemand werden kann durch liebevolle Absichten in Übereinstimmung mit einem „guten Gewissen“.
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Fortunato Priolo & Karin Wegener
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