Einführung in das Familienstellen PDF Drucken E-Mail
Familienstellen - Allgemeines
Geschrieben von: Karin Wegener   
Familien-Sinn ist nicht mehr selbstverständlich, die Gründung einer Familie bildet kaum mehr ein Lebensziel. Die derzeitige westliche Gesellschaft begünstigt und setzt ins Recht Individualisten, die unabhängig von Familie und Nation ihr Leben eigenmächtig und oft rücksichtslos in die Hand nehmen und selbstbestimmt das tun, was ihnen „gut“ dünkt.

Und stoßen auf Grenzen: Schicksalsschläge durch Krankheit und  Unfall, Misserfolge, Scheitern trotz aller Bemühungen, Depressionen, Desorientierung prägen andererseits die gesellschaftliche Wirklichkeit -  global, denn die westliche Lebensperspektive erreicht über die Medien alle Winkel der Erde. Familienbande, Sitten und die Geschichte der  Vorfahren und des eigenen Landes  werden zunehmend ignoriert, die freie Marktwirtschaft setzt sich über alle Gerechtigkeit hinweg.

Familienstellen ist die Besinnung darauf, dass jedes sexuelle, familiäre und soziale Mit- oder Gegeneinander in der Tiefe von den ‚Ordnungen der Liebe‘  bestimmt und beantwortet wird und das unabhängig von unserem Willen und unserer Anerkennung.  Das nicht spürbare ‚kollektive Gewissen‘  zwingt jeden in die ‚Ordnungen der Liebe‘ hinein und erzeugt Schicksalsschläge als Antwort darauf, dass Bindungsgesetze gebeugt und übergangen worden sind, dass Geben und Nehmen im Ungleichgewicht sind  - und dieses nicht nur bezüglich des eigenen Leben sondern bezüglich der ganzen Familie - eingeschlossen die schon verstorbenen Vorfahren. Konflikte, schwierige Lebenslagen jeglicher Art können Folge von  nicht bewältigten Lebensprozessen der  Vorfahren Jahrhunderte vorher sein. Psychotherapeutische Verfahren können in solchen Fällen nicht helfen und sind darüberhinaus  selbst  oft nicht im Einklang mit den ‚Ordnungen der Liebe‘.

Familienstellen findet auf einer archaisch anmutenden Seelen-Ebene statt (‚Ätherkörper‘). Die ‚Ordnungen der Liebe‘  folgen keinem Trend, sondern sind tiefverankerte Gesetze einer durch die Evolution gewachsenen Menschlichkeit.  So wird das ‚Gesetz des Ausgleichs‘  in den Heilungsritualen vieler Naturvölker zur Geltung gebracht. Schamanen in Nepal  heilen mit dem Wissen, dass  begangenes und ungesühntes Unrecht von Ahnen, das Vergessen der Vorfahren „dämonische“ Gewalt erzeugt, welches  Nachkommen  krank und arm macht, tötet und ganze Familien in tiefes Unglück stürzt.  So geht dem eigentlichen Heilungs-Ritual ein Gespräch über das Schicksal der Vorfahren voraus.

Familienstellen funktioniert körperlich. Jeder Stellvertreter in einem Familienfeld spürt im eigenen Körper die energetische Situation der jeweiligen Familie. Die Stellvertreter folgen den Empfindungen und Regungen ihres Körpers, der die Informationen des zu vertretenden Familienmitglieds aufnimmt und verkörpert. Der Körper drückt die  ‚Bewegung der Seele‘ des Familienmitglieds aus. Lässt man diesen Bewegungen freien Lauf, drängen diese selbst zur Lösung im Sinne der ‚Ordnungen der Liebe‘. Eine ‚Verstrickung‘ ist dann gelöst, wenn jeder Stellvertreter eines Familienmitglieds in der Aufstellung auf die Lösung reagiert und sich im Sinne der ‚Ordnungen der Liebe‘  läutern lässt. Das ist  oft nur möglich, wenn Familienmitglieder bis zu sieben Generationen vorher einbezogen werden.

Wird der Prozess in dieser Tiefe zugelassen und begleitet,  führt Familienstellen immer zu einer Transformation:

  • Das Familienstellen verändert die energetische Ladung eines jeden Familienmitglieds, diese Veränderungen wirken ohne weiteres Zutun.
  • Stabil und zukunftsgerichtet wird diese Veränderung durch  die Anerkennung der ‚Ordnungen der Liebe‘ . Diese  verändern die bisherigen Grundfesten des Lebens. Familienstellen „versetzt Berge“, weil man mit den ‚Ordnungen der Liebe‘ über Vorstellungen, Meinungen, Gewissens-Standards hinauswächst.
 
© 2010 Inkarnationsschule - Karin Wegener + Fortunato Priolo in Kooperationsgemeinschaft
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