Familien-Sinn ist nicht mehr selbstverständlich, die Gründung einer Familie bildet kaum mehr ein Lebensziel. Die derzeitige westliche Gesellschaft begünstigt und setzt ins Recht Individualisten, die unabhängig von Familie und Nation ihr Leben eigenmächtig und oft rücksichtslos in die Hand nehmen und selbstbestimmt das tun, was ihnen „gut“ dünkt.
Und stoßen auf Grenzen: Schicksalsschläge durch Krankheit und Unfall, Misserfolge, Scheitern trotz aller Bemühungen, Depressionen, Desorientierung prägen andererseits die gesellschaftliche Wirklichkeit - global, denn die westliche Lebensperspektive erreicht über die Medien alle Winkel der Erde. Familienbande, Sitten und die Geschichte der Vorfahren und des eigenen Landes werden zunehmend ignoriert, die freie Marktwirtschaft setzt sich über alle Gerechtigkeit hinweg.
Familienstellen ist die Besinnung darauf, dass jedes sexuelle, familiäre und soziale Mit- oder Gegeneinander in der Tiefe von den ‚
Ordnungen der Liebe‘ bestimmt und beantwortet wird und das unabhängig von unserem Willen und unserer Anerkennung. Das nicht spürbare ‚
kollektive Gewissen‘ zwingt jeden in die ‚
Ordnungen der Liebe‘ hinein und erzeugt Schicksalsschläge als Antwort darauf, dass Bindungsgesetze gebeugt und übergangen worden sind, dass Geben und Nehmen im Ungleichgewicht sind - und dieses nicht nur bezüglich des eigenen Leben sondern bezüglich der ganzen Familie - eingeschlossen die schon verstorbenen Vorfahren. Konflikte, schwierige Lebenslagen jeglicher Art können Folge von nicht bewältigten Lebensprozessen der Vorfahren Jahrhunderte vorher sein. Psychotherapeutische Verfahren können in solchen Fällen nicht helfen und sind darüberhinaus selbst oft nicht im Einklang mit den ‚
Ordnungen der Liebe‘.